Premiere in OÖ für die Alkohol-Wegfahrsperre
5 Schulbusunternehmer aus dem Bezirk Braunau nehmen am Pilot-Projekt des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) teil
Premiere für die Alkohol-Wegfahrsperre im Schülertransport: Verantwortungsvolle und vorbildliche Schulbus-Unternehmen aus dem Bezirk Braunau nehmen am Pilot-Projekt des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) in Kooperation mit dem Land OÖ und der BH Braunau teil. Gemeinsames Ziel aller Beteiligten ist es, die Verkehrssicherheit für Kinder in Schülertransporten zu erhöhen.
Im Bezirk Braunau müssen täglich rund 10.400 Schüler im Alter von 6 bis 15 Jahren den Weg von und zur Schule zurücklegen. Rund 71 % werden im Pkw oder Kleinbus (Schülertransport) zur Schule gebracht. Vor allem im ländlichen Bereich sind Schülertransporte mit Kleinbussen nicht wegzudenken. Kinder sind auf diese Transporte angewiesen und für Eltern ist der Schülertransport eine organisatorische und zeitliche Erleichterung.
Verkehrs-Landesrat Reinhold Entholzer: „Als zuständiger Landesrat für den Öffentlichen Verkehr ist mir die Sicherheit im Straßenverkehr ein großes Anliegen. Gerade Kinder und Jugendliche brauchen unseren besonderen Schutz und es freut mich, dass es neben dem von mir im Vorjahr initiierten SchulbuslenkerInnentraining, eine weitere Initiative zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei Schulbussen gibt. Ich bin stolz, dass es Oberösterreich wieder gelungen ist, eine Vorreiterrolle in Sachen Verkehrssicherheit einzunehmen und hoffe, dass dieses Pilotprojekt in weiteren Bezirken zur Anwendung kommt. Denn Alkohol hat am Steuer absolut nichts verloren, schon gar nicht, wenn es um den verantwortungsvollen Transport von Kindern geht!"
„Verkehrssicherheit hat beim Kindertransport oberste Priorität. Verantwortungsbewusste Busunternehmen und BuslenkerInnen zeigen, dass Alkohol am Steuer nichts zu suchen hat!", so Mag. Dr. Georg Wojak, Bezirkshauptmann von Braunau. „Ich bin sehr stolz, dass österreichweit bei diesem Verkehrssicherheitsprojekt Busunternehmen aus dem Friedensbezirk Braunau die Vorreiterrolle haben. Das spricht für die Qualität dieser beteiligten Unternehmen und ist ein weiterer Beleg der Anstrengungen unserer BH, wenn es um die Hebung der Sicherheit auf unseren Straßen geht!", freut sich Mag. Dr. Wojak.
Das KFV beschäftigt sich seit Jahren mit der Sicherheit von Kindern am Schulweg (v.a. mit Schulwegplänen, Helmi-Aktionen). Im Rahmen dieses neuen Pilot-Projekts geht es um die Sicherheit von Kindern im Schülertransport. Erstmals in Österreich wird der Einsatz von Alkohol-Wegfahrsperren (Dräger Interlock XT) bei Schülertransporten getestet. Die Alkohol-Wegfahrsperre ist ein Gerät, das an die Zündvorrichtung des Fahrzeuges angeschlossen ist. Vor dem Start des Fahrzeugs wird eine Atemluftprobe abgegeben. Diese darf den eingestellten Grenzwert nicht überschreiten. Nur dann lässt sich das Fahrzeug starten.
Verantwortungsvolle Schulbusunternehmen aus dem Bezirk Braunau nehmen freiwillig am Pilot-Projekt teil und leisten dadurch einen wertvollen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. „Wir freuen uns, dass sich drei verantwortungsbewusste Schulbusunternehmen bereit erklärt haben, im Rahmen des Pilot-Projektes gemeinsam mit uns an der Qualitätssicherung im Schülertransport mitzuarbeiten. Wir wollen mit diesem Projekt die Qualitätssicherung im Schülertransport weiterentwickeln und einen sicheren Transport der Schüler gewährleisten", definiert DI Christian Kräutler vom KFV die Ziele des Pilot-Projektes.
Im Rahmen dieses Projekts werden die Lenker der Schülertransporte von Mitarbeitern des KFV begleitet, so können wertvolle Erfahrungen für einen weiteren flächendeckenden Einsatz gesammelt werden.
„Aus einer Umfrage des KFV unter Eltern, deren Kinder mit Kleinbussen zur Schule bzw. nach Hause gebracht werden, wissen wir, dass 84 % der Befragten den Einbau einer Alkohol-Wegfahrsperre in Schülertransporten als eine sinnvolle Maßnahme sehen", so DI Christian Kräutler vom KFV.
„Sicherheit muss in der Personenbeförderung - ganz besonders bei den Schülern - an oberster Stelle stehen. Wir sind stets bemüht, diese zu verbessern. Deshalb haben wir uns, ohne zu zögern, bereit erklärt, bei dem Projekt „Alkoholwegfahrsperre Schul-transport" teilzunehmen. Unsere Mitarbeiter werden laufend geschult und unsere Fahrzeuge in regelmäßigen Abständen gewartet bzw. erneuert, um auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben", so Rainer Kücher vom teilnehmenden Schülertransport-Unternehmen.
Teilnehmer am Pilotprojekt
Folgende vorbildliche Schulbusunternehmen aus dem Bezirk Braunau nehmen an diesem Pilotprojekt des KFV teil:
• Rainer Kücher, Personenbeförderung
• Ferdinand Lechner, Mietwagenbetrieb
• Erwin Greineder, Taxi-Mietwagen